Danke an Alle!

Vielen Dank an die Referenten für die informativen Vorträge „Vernichtungskrieg an der Heimatfront. Neue Fotografien sowjetischer Gefangener aus dem Kriegsgefangenenlager Zeithain“. Mit Jens Nagel, Sandra Starke und Daniela Schmohl.

Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation mit der RLS Sachsen durchgeführt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

„Vernichtungskrieg an der Heimatfront. Neue Fotografien sowjetischer Gefangener aus dem Kriegsgefangenenlager Zeithain“

Gemeinsam mit der Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain werden wir kommenden Mittwoch, 22. September um 19 Uhr in der Leipziger Galerie KUB die im Juni ausgefallene Veranstaltung
„Vernichtungskrieg an der Heimatfront. Neue Fotografien sowjetischer Gefangener aus dem Kriegsgefangenenlager Zeithain“ nachholen. Zu Gast sind Jens Nagel (Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain), Sandra Starke (ZZF Potsdam) und Daniela Schmohl (VVN-BdA Leipzig),  moderieren wird Nora Manukjan (Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain).

Für alle Nicht-Leipziger*innen gibt es die Möglichkeit die Veranstaltung im Livestream unter https://www.facebook.com/rosalux.sachsen/live zu verfolgen. Über diesen Link könnt ihr die Veranstaltung auch sehen, wenn ihr kein Facebookkonto habt.

Die Veranstaltung ist Auftakt einer Reihe zum „Vernichtungskrieg im Osten“, die im November und im kommenden Jahr fortgesetzt wird. Weitere Informationen dazu gibt es unter http://vvn-bda-leipzig.de/ oder auf dem angefügten Flyer.

Die Veranstaltungsreihe wird in Kooperation mit der RLS Sachsen durchgeführt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Zur Ergänzung: Hinweis zur Teilnahme:

Die Vorlage eines Nachweises von Impfung, Genesung oder ein tagesaktueller Test („3G-Regel“) ist notwendig. Während der Veranstaltung wird um das Tragen einer FFP2- oder medizinischen Maske gebeten.
Die Kontaktverfolgung wird per Corona-Warn-App bzw. nach sächsischer Coronaschutzverordnung erfolgen.

Bitte achten sie aus Rücksicht auf andere auf das Abstandsgebot von 1,50m und beachten sie die allgemein bekannten Hygieneregeln.

Gedenken am Bienitz

Freitag, 3. September 2021

Am Antikriegstag 2021 jährt sich zum 82. Mal der Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit der Beginn des 2. Weltkriegs, der unendliches Leid brachte und 60 Millionen Tote forderte. Aus diesem Anlass lädt die VVN/BdA Leipzig zu einer Gedenkveranstaltung auf dem ehemaligen Militärschießplatz auf dem Bienitz in Leipzig-Burghausen ein. Auf dem Gelände befindet sich ein Gedenkstein für Wehrmachtsdeserteure, die dort zwischen 1940 und 1945 von der nationalsozialistischen Militärjustiz hingerichtet wurden.
Im Anschluss werden einige Biografien von Soldaten der Wehrmacht vorgestellt, die ihre Befehle ignorierten und damit belegen, dass die Ausführung von Befehlen und damit die Teilnahme an den Verbrechen der Wehrmacht nicht alternativlos war.

Ablauf:
-Ab 16:15: Anfahrt mit dem Fahrrad vom Erich Zeigner Haus
-Ab 17:00: Gedenken am Gedenkstein auf dem Bienitz
-Kurzvortrag: Befehl ist nicht gleich Befehl. Handlungsspielräume von Wehrmachtssoldaten anhand biografischer Beispiele
-Anschließend: Ausklang im Kurhaus Bienitz

Anfahrt mit ÖPNV:
-Bus 131 Richtung Merseburg, Abfahrt Leipzig HBF: 16:34Uhr , Ankunft Rückmarsdorf Sandberg: 16:57Uhr, von dort ca. 10-15Minuten Fußweg
-Bus 130 Richtung Markranstädt Bahnhof; Abfahrt Angerbrücke/ Straßenbahnhof, Leipzig: 16:33, Ankunft Rückmarsdorf Sandberg: 16:47Uhr

Zum Gedenken an den Überfall auf Polen 1939 / Weltfriedenstag Geh und sieh mit Filmeinführung

Der Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen am 1.9.1939 bildete den Auftakt des Zweiten Weltkriegs, der sich mit dem Überfall Nazi-Deutschlands auf die UdSSR am 22.6.1941 zu einem historisch beispiellosen Vernichtungskrieg radikalisierte.

Mit seinem Film „Komm und sieh“ gelang es dem in Stalingrad geborenen russischen Regisseur Elem Klimow, sich der entgrenzten Gewalt dieses Krieges aus der Perspektive eines jugendlichen Protagonisten zu nähern. Der Film zeigt in schonungslosen Bildern die zunehmende Traumatisierung des Jungen Fljora, der zwischen Partisanenkrieg und der Vernichtung ganzer Dörfer im Weißrussland des Jahres 1943 jeden Halt verliert.

Der Film ist angelehnt an die Vernichtung des Dorfes Chatyn, dessen gesamte Bevölkerung am 22.3.1943 vom „Schutzmannschaftsbataillon 118“ und dem SS-„Sonderbataillon Dirlewanger“ grausam ermordet wurde.

Klimows verstörendes Meisterwerk, das schockartige Horrorbilder mit einer kunstvollen allegorischen Filmsprache verwebt, entstand in enger Zusammenarbeit mit Ales Adamowitsch. Der weißrussische Schriftsteller schrieb auf der Grundlage seines Romans „Stätten des Schweigens“, in die er eigene Partisanenerfahrungen eingehen ließ, sowie zahlreicher Gespräche mit Überlebenden das Drehbuch.

Erst nach jahrelangen Auseinandersetzungen mit den Zensurbehörden konnte Elem Klimows letzter Film realisiert werden. Er kam 1985 auf die Leinwand. 2017 erlebte er, als einer der erschütterndsten Antikriegsfilme der Kinogeschichte, seine Wiederveröffentlichung in einer preisgekrönten restaurierten Fassung.

Die „Kinobar Prager Frühling“ zeigt diese neue Fassung am Mittwoch, 1.9.2021, um 19 Uhr (137 min., OmU). In der Einführung von Sebastian Paul (Leipzig) wird vor allem auf den historischen Hintergrund des Films und seine erinnerungskulturelle Bedeutung eingegangen.