Erinnern heißt kämpfen!

#Gedenken: Unter dem Motto Erinnern heißt kämpfen! führt heute der VVN-BdA Leipzig e. V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. eine Gedenkveranstaltung und Exkursion am Ehrenhain des Südfriedhofs, Friedhofsweg 3, in Leipzig und an der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden, Münchner Platz 3, in Dresden durch.
Nach dem stillen Gedenken, um 10:30 Uhr, an den Gräbern auf dem Ehrenhain des Südfriedhofs Leipzig werden wir gemeinsam nach Dresden in die heutige Gedenkstätte Münchner Platz fahren, um an einer Führung vor Ort teilzunehmen.
Hintergrund: Am 11./12. Januar 1945 wurden in der Hinrichtungsstätte am Münchner Platz in Dresden elf Mitglieder einer Leipziger antifaschistischen Widerstandsgruppe ermordet. Die Gruppe um Georg Schumann, Otto Engert und Kurt Kresse hatte sich seit 1943 neu organisiert. Im Sommer 1944 wurden zahlreiche Mitglieder des aktiven Widerstandes in Leipzig verhaftet, schwer misshandelt und verurteilt. Die Todesurteile wurden im Januar 1945 vollstreckt.

75. Jahrestag der Ermordung Leipziger Widerstandskämpfer

VVN-BdA Leipzig ruft zum Gedenken auf und lädt zur Gedenkstättenfahrt nach Dresden ein

Die VVN-BdA Leipzig ruft zum Gedenken an die Leipziger Widerstandsgruppe „Schumann-Engert-Kresse“ auf, deren Mitglieder am 11. und 12. Januar 1945 in Dresden ermordet wurden. Aus diesem Anlass findet am Sonnabend, 11. Januar, 10:30 Uhr eine Gedenkveranstaltung am Ehrenhain auf dem Leipziger Südfriedhof statt. Im Anschluss, gegen 11 Uhr besteht die Möglichkeit mit dem Bus nach Dresden zur Gedenkstätte Münchner Platz zu fahren, wo vor 75 Jahren die Hinrichtungen der Antifaschistinnen und Antifaschisten stattfanden. Dort wird es zwei Führungen und eine anschließende Gesprächsrunde geben. Die Fahrt kostet 15 Euro, ermäßigt 10 Euro. Interessenten melden sich bitte per Mail unter: vvn-bda@posteo.de an. Für eine bessere Planbarkeit bitten wir um eine vorherige Überweisung des Unkostenbeitrages unter der Angabe des Verwendungszweckes „Gedenkstättenfahrt Dresden“ auf das Konto des BdA Leipzig: DE86 8605 5592 1182 7245 11. Die Anmeldung wird erst nach Eingang des Betrages verbindlich.

Protestbrief aus Anlass des Entzuges der Gemeinnützigkeit des Bundesverbandes

Gott bewahre uns vor einem Kanzlerkandidaten aus Bayern
Als Tochter des antifaschistischen Widerstandskämpfers Alfred Schellenberger, Häftling im KZ Buchenwald, der vom faschistischen Volksgerichtshof  1944 zum Tode verurteilt worden ist, habe ich als Kind bei Verhaftungen die Brutalität der Nazis am eigenen Leibe erfahren.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten ( VVN-BdA) ist für mich ein Bund von Gleichgesinnten, die gemeinsam mit Sympathisanten den  mutigen Kampf der Widerstandskämpfer gegen die 12-jährige Nazidiktatur würdigen und alles daran setzen, sich dem aufkeimenden Faschismus entgegenzustellen.
Es macht  mir Angst, wenn ich um die Taten der Rechtsextremen, die besonders in Bayern geschützt, gehegt und gepflegt wurden ,weiß, die nach der politischen „Wende“ hier im Osten ihr Betätigungsfeld  gesucht und gefunden haben. Nach dem 9.November 1989 kamen mit ihnen in Leipzig die Reichskriegsflaggen auf die Montagsdemos.
Es ekelt mich an, gerade jetzt in den Medien zu vernehmen, daß persönliche Dinge von Hitler versteigert, zu Geld und zu Reliquien gemacht werden. Damit werden die Neonazis ideell unterstützt – aber man zeigt mit dem Finger auf die sogenannten Linksextremen !
Um dem VVN-Bund der Antifaschisten den Status der Gemeinnützigkeit zu nehmen, verlangt Bayern von Berlin, diesen Status zu streichen.
Diese Aberkennung der Gemeinnützigkeit wurde am Freitag, den 22.November 2019 in den Medien der Öffentlichkeit mitgeteilt: wegen angeblicher zu großer Nähe zum Linksextremismus…!
Dagegen protestiere ich hiermit auf das Schärfste !
Mein Fazit: Gott bewahre uns vor einem Kanzlerkandidaten aus Bayern !
 
A.Schellenberger, 90 Jahre, Leipzig