VVN-BdA Leipzig e. V.

„Aus dem Gestern lernen – in der Gegenwart wirken – die Zukunft gestalten“
Seit mehr als 25 Jahren fühlt sich der BdA Leipzig e. V. diesem Leitmotto verpflichtet. In dieser Zeit haben wir viel erreicht. Wir haben Gespräche mit Verfolgten geführt und von ihnen gelernt. Wir sind stets bemüht, neue Aktivitäten im Kampf gegen Neonazismus, Rassismus und für eine Welt ohne Faschismus und Krieg zu entwickeln. Wir haben neue Mitstreiter gefunden und jungen Menschen geholfen, ihre Projekte durchzusetzen. So konnten wir uns als Verein in Leipzig einen Namen machenAntifaschismus in der heutigen Zeit schließt die historische Betrachtungsweise des Faschismus, seiner Ursachen und den Kampf gegen ihn im 21. Jahrhundert ebenso ein, wie die Berücksichtigung neuer Formen des Auftretens von Faschismus, Rechtsradikalismus / -populismus und Rassismus in der Gegenwart. Der Erinnerung, Mahnung wie auch Warnung vor Wiederholung der historischen Verbrechen kommt eine besondere Bedeutung zu. Deshalb steht das Wirken gegen völkische und profaschistische Ideologien, Bewegungen und Parteien nach wie vor im Vordergrund. Der erschreckend erfolgreichen Präsenz einer Partei, welche in Landtagen und im Bundestag Hass und Gewalt schürt, stellen wir uns entgegen. Wir zeigen Solidarität und beteiligen uns in breiten zivil gesellschaftlichen Bündnissen an antifaschistischen / antirassistischen Kampagnen und Aktionen. Der Schwur „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ hat nichts an Aktualität verloren – ihm fühlen sich die Mitglieder und Sympathisanten des VVN-Bund der Antifaschisten verpflichtet. Die Lehren aus dem Faschismus müssen heute Tag für Tag verteidigt werden. Dass sich die VVN-BdA auch weiterhin gegen Diffamierungen seitens des Verfassungsschutzes wehren muss, zeigt die Nennung des „Schwurs von Buchenwald“ in Dossiers, die ihn als angeblich verfassungsfeindliches Machwerk denunzieren. Für uns drückt der Schwur der befreiten KZ-Häftlinge auch heute noch das eigene Selbstverständnis aus, in dem es unter anderem heißt: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“ Als wichtiges Dokument der Zeitgeschichte fordern wir seine Aufnahme in das Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Wer sind wir?

Wir sind Antifaschistinnen und Antifaschisten, jüngere und ältere, religiös gebundene und atheistische, Menschen von unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauung und unterschiedlicher Nationalität.

Wofür stehen wir?

  • Erhaltung und Ausprägung antifaschistischer Werte und Ideale,
  • Humanismus in Aktion,
  • Verteidigung der demokratischen Errungenschaften,
  • eine kritische und selbstkritische Aufarbeitung der deutschen Geschichte,
  • Toleranz,
  • Völkerverständigung,
  • Friedenspolitik.

Wen unterstützen wir?

  • Immigranten,
  • Flüchtlinge,
  • politisch Verfolgte.

Wogegen machen wir uns stark?

  • jegliche Form von Faschismus, Neofaschismus, Chauvinismus, Rassismus, Antisemitismus,
  • Verfolgung und Ausgrenzung Andersdenkender und Anderslebender,
  • Ausländerfeindlichkeit, Intoleranz und Völkerhass,
  • jeden Krieg,
  • jede Relativierung der Einmaligkeit der Untaten des deutschen Faschismus,
  • Aushöhlung des Grundgesetzes.

Was tun wir?

  • Durchführung von Bildungsveranstaltungen, Seminaren und Vorträgen,
  • Untersuchungen zur Geschichte des deutschen und ausländischen Widerstandes gegen den Faschismus,
  • Zusammenstellung und Herausgabe aktueller Materialien zum Problem des Antifaschismus in Tradition und Perspektive der Geschichte und Gegenwart,
  • Bewahrung und Pflege antifaschistischer Gedenkstätten,
  • Erinnern an Gedenktage des antifaschistischen Widerstands,
  • Informationsstände.

Wie finanzieren wir uns?

  • Mitgliedsbeiträge und Spenden,
  • Schutzgebühren für Publikationen,
  • Mittel aus dem Lokalen Aktionsplan Leipzig,
  • Wir sind nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Leipzig I, StNr. 232/140/09269, vom 17.August 2015 als gemeinnützig anerkannt und berechtigt, Zuwendungsbestätigungen auszustellen.

Was tun wir mit unseren Mitteln?

  • Durchführung von Bildungsveranstaltungen,
  • Organisation von Fahrten zu Gedenkstätten in Sachsen und darüber hinaus,
  • Ausgestaltung von Gedenktagen in Leipzig und im Umland,
  • Finanzierung von Druckerzeugnissen,
  • Ausbau des Bestandes der Bibliothek des Antifaschismus.

Wie sind wir entstanden?

Die Gründungsversammlung fand am 22. Mai 1993 statt. An ihr nahmen 31 Personen teil, die Professor Ernst Springer zu ihrem Vorsitzenden wählten. Der BdA Leipzig ist Mitglied des Landesverbandes des VVN-BdA e. V. Sachsen mit dem Sitz in Dresden. Neben dem Bund der Antifaschisten e. V. arbeitet der Stadtverband VVN-BdA Leipzig, der im Januar 1991 gebildet wurde. Er ist wie der BdA Leipzig auch Teil des Landesverbandes des VVN-BdA e. V. Sachsen mit dem Sitz in Dresden. Der VVN-BdA ist aus dem Interessenverband ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter des Naziregimes und Hinterbliebener (IV VdN) e. V. hervorgegangen. Alle Aktivitäten werden von uns gemeinsam geplant und durchgeführt.