
Begleitet uns nach Merseburg, zum Gedenken an die 1979 ermordeten kubanischen Vertragsarbeiter Delfin Guerra & Raúl Garcia Paret. Zugtreffpunkt ist am Hbf Leipzig (tief) um 14.15 Uhr
Am 11. und 12.August 1979 kam es in Merseburg zu rassistischen Pogromen gegen kubanische Vertragsarbeiter. Im Zuge dieser kam es zu dem Lynchmord am 19-jährigen Delfin Guerra und dem 21-jährigen Raúl Garcia Paret. Beide wurden nahe der Saalebrücke durch die Merseburger Stadtgesellschaft zu Tode gebracht.
Seit einigen Jahren macht die Initative 12. August auf diese Vorfälle aufmerksam und fordert Aufklärung.
Am kommenden Samstag organisiert die Initiative bereits zum fünften mal das öffentliche Gedenken. In ihrer Arbeit thematisiert sie den Rassismus, wie er auch in der DDR-Gesellschaft alltäglich war und versucht ein würdiges Gedenken für Delfin Guerra und Raúl Garcia Paret zu etablieren.
Unter dem Stichwort „Alles muss man selber machen“ ist die Initiative auf vielen Ebenen aktiv. Sie forcierte, bisher erfolglos, die Wiederaufnahme der juristischen Verfolgung von bekannten Täter:innen, richtete temporäre Gedenkorte ein und hält Kontakt zu Angehörigen der Ermordeten.
In diesem Jahr nehmen mit dem Neffen und dem Cousin von Delfin Guerra erstmals, nach langem Hin und Her mit den Behörden, Angehörige aktiv an dem Gedenken teil.
Unterstütz mit uns die Initiative in Ihren Bemühungen um ein würdiges Gedenken. Am Samstag, 12.08.2023 findet ab 16 Uhr das Gedenken in Merseburg am Entenplan statt. Zugtreffpunkt für die Anreise aus Leipzig ist am Hauptbahnhof (tief) bei den S-Bahnen Richtung Halle.



„…abends blieb viel Zeit und bis Kriegsende noch mehr.“
Für Samstag den 29.04 ab 10 Uhr laden wir wieder zur gemeinsamen Arbeit im Ehrenhain auf dem Südfriedhof in Leipzig ein. Unter dem Motto „Wir lassen über Geschichte kein Gras wachsen“ reinigen wir die Grabstätten und Gedenkplaketten für die hier gewürdigten Widerstandskämpfer:innen und Opfer des deutschen Faschismus.
Am 12. April fanden wir uns ab 17 Uhr mit einigen Freund:innen am „Mahnmal der 53“ in Leipzig Lindenthal ein, um den Opfern des hier vor 78 Jahren begangenen Verbrechens zu gedenken.
Am 12. April 1945 fand eines der letzten Verbrechen des Naziregimes im Umland von Leipzig statt. 53 Häftlinge unterschiedlicher politischer Einstellungen und Nationalitäten wurden aus Leipziger Polizeigefängnissen in ein Waldstück nahe der Ortschaft Lindenthal verschleppt und dort durch Gestapo- und SS-Männer hingerichtet. Unter ihnen die beiden namhaften Widerstandskämpfer Alfred Kästner und Paul Küstner. Sie waren zwei von insgesamt zehn deutschen Opfern. Außerdem wurden 24 sowjetische, sieben polnische, sechs tschechische, zwei französische und ein amerikanischer Gefangener umgebracht.
Unter diesem Motto fand der ANTIFA-Stammtisch am 15. März 2023 in der Gaststätte Frau Krause in Connewitz statt. Ein großer Dank allen Beteiligten für den interessanten Austausch und die Einblicke in die Leben vieler mutiger Frauen.
Anlässlich des Internationalen Frauentages am 08.März möchten wir uns diesmal inhaltlich mit dem Thema „Frauen im Widerstand“ beschäftigen. Hierfür wird uns zunächst unser Mitglied Irene Berichte aus dem Leben von zwei Frauen im Widerstand vorstellen. Anschließend gibt es Raum für Fragen und gemeinsame Diskussion.