In tiefer Trauer um unsere Ehrenvorsitzende und aufrechte Antifaschistin😢
„Ich habe meine Eltern verloren, sie sind ermordet worden von den Nazis. Also wie kann ich die heutige Zeit sehen? Nur mit wirklichem Schrecken!“
Esther Bejarano (1924 – 2021)

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Leipzig e. V.
In tiefer Trauer um unsere Ehrenvorsitzende und aufrechte Antifaschistin😢
„Ich habe meine Eltern verloren, sie sind ermordet worden von den Nazis. Also wie kann ich die heutige Zeit sehen? Nur mit wirklichem Schrecken!“
Esther Bejarano (1924 – 2021)
Wir lassen über die Geschichte kein Gras wachsen!
Sonnabend, 10. Juli, 10.00 Uhr,
Sonnabend, 11. September, 10.00 Uhr,
Wir treffen uns am Ehrenhain für die Opfer des Faschismus, um Unkraut und Schmutz den Garaus zu machen. Wer kann, soll bitte kleine Gartengeräte wie Unkrautstecher und Gartenscheren mitbringen!
mit Jens Nagel und Nora Manukjan (Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain) mit Blick auf die Fotografien aus der Sammlung des VVN-BdA Leipzig e.V. und erste Erkenntnisse dazu
Veranstaltungsort: Innenhof der Galerie KUB, Kantstr. 18 in Leipzig
Die deutsche Wehrmacht überfiel am 22. Juni 1941 die Sowjetunion – mindestens 27 Millionen Sowjetbürger*innen kamen bis 1945 ums Leben. Allein im Kriegsgefangenenlager Zeithain starben ca. 25.000-30.000 gefangene Rotarmisten an Hunger und Krankheit.
Im Herbst 2020 fanden sich im Archiv des Leipziger VVN-BdA e.V. mehr als 70 Fotos von der so genannten Heimatfront – private Aufnahmen von Wachsoldaten im Lager Zeithain.
Anlässlich der Gedenkfeier zur Lagerbefreiung vor 76 Jahren im April wurden diese offiziell an die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain übergeben.
Nora Manukjan und Jens Nagel aus der Gedenkstätte Ehrenhain-Zeithain werden einen Einblick in die Fotoüberlieferung aus NS-Lagern geben und auf die Bedingungen, unter denen die Bilder entstanden und wie sie verbreitet und verwendet wurden, eingehen. Was waren typische Motive der Soldaten in Zeithain und inwieweit waren diese geprägt von der antisowjetischen Propaganda der Nationalsozialisten? Welche Rolle spielten Sensationslust, Abgestumpftheit, Mitgefühl und Machtdemonstration beim Fotografieren und welche Relevanz besitzen die Abbildungen als Forschungsquelle?
Cornelia Lotter „Schwarzer Mohn“
Hier geht es um eine Widerstandsgruppe in Leipzig, das „Internationale Antifaschistische Komitee -IAK“, in dem deutsche Kommunisten und sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter gemeinsam Widerstand gegen den Faschismus leisteten.
Cornelia Lotter erzählt wieder eine wahre Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus und stellt hier vor allem die Frauen, Elsa Hauke und Taissija Tonkonog, in den Mittelpunkt. Ergänzt werden die fiktiven Szenen durch Zitate aus Verhörprotokollen der Gestapo.
Weitere Informationen zur Autorin findet man auf ihrer Autoren- Website: www.autorin-cornelia-lotter.de
Unser Verein wird im Herbst eine Lesung mit der Autorin anbieten.
An vielen Orten gedachten unsere Mitglieder zum 8. Mai
Der 8. Mai gilt als Tag der Befreiung – ein Grund zum Feiern, aber auch Anlass, der Millionen Opfer von Gewalt und Terror zu gedenken. Vor dem Hintergrund ihrer nahenden Niederlage verübten die Nationalsozialisten noch grausame Verbrechen. Die sogenannten Todesmärsche stehen beispielhaft für diese Endphase des Völkermordes. Die Insassen von Konzentrations-, Arbeits- und Haftlagern wurden zu Kriegsende auf lange, oft ziellose Märsche durch ganz Deutschland geschickt und kosteten so kurz vor der ersehnten Freiheit noch tausende Menschenleben. Die Entkräfteten starben an Hunger, Durst und Kälte oder durch Schüsse ihrer Bewacher. Auch in Leipzig starteten solche Märsche.
Das Thema aufnehmend, hat sich der Bundestagsabgeordnete Sören Pellmann für Dienstag, den 27. April drei Gesprächspartner*innen eingeladen: Daniela Schmohl von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA Leipzig e.V.), Ingo Stange vom Netzwerk für demokratische Kultur (NDK e.V.) Wurzen und den Buchautor und Fotografen Herbert Naumann. Letzterer ist im Frühjahr 2017 die authentische Strecke der Häftlinge von Leipzig nach Fojtovice (heute Tschechische Republik) nachgelaufen, wie er von Zeitzeugen dokumentiert wurde. Daraus entstanden ist sein 2020 erschienenes Buch „Todesmarsch 1945“, in dem er Tagebuch-Aufzeichnungen, Polizeiakten, Zeitzeugenberichte, historische Fotos sowie aktuelle Motive der verschiedenen Orte seines Weges aneinanderreiht. Derzeit werden noch bis zum 9. Mai seine Bilder und Texte in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses ausgestellt.
Den Auftakt der Veranstaltung bildet die Vorstellung des Buches sowie eine kleine Lesung durch den Autor. Im Anschluss gehen die Gesprächsteilnehmer*innen auf verschiedene Aspekte der so genannten Endphase-Verbrechen ein, beleuchten lokale Geschehnisse, erörtern die Frage, warum das Erinnern daran auch nach so langer Zeit nicht an Bedeutung verlieren darf, welche Initiativen es gibt und wie eine zeitgemäße Gedenk- und Erinnerungskultur aussehen kann.
Die Veranstaltung unter dem Titel: „Die letzten Verbrechen der Nationalsozialisten – warum und wie wir noch heute daran erinnern“ kann ab 19:00 Uhr über Facebook (https://www.facebook.com/MdBSoerenPellmann/) live verfolgt werden. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über die Kommentarfunktion an der Diskussion zu beteiligen und Fragen zu stellen.
Gestern jährte sich das Massaker von Abtnaundorf, wo wir gedachten. Zuvor waren wir in Lindenthal am Denkmal der 53.
Danke für alle, die gestern in #Lindenthal und #Abtnaundorf beim Gedenken dabei waren, und die uns ihre Bilder die letzten Tage sendeten.
Gegen Mittag – US-Truppen hatten Leipzig bereits erreicht – trieben SS-Wachen die Häftlinge in eine Baracke. Sie übergossen das Gebäude mit Benzin und zündeten es an. Verzweifelt kämpften die Häftlinge ums Überleben. Manchen gelang es, durch die Fenster ins Freie zu springen und den Lagerzaun zu überwinden. Andere starben im Kugelhagel von SS- und Volkssturmmännern.
Den kurz darauf eintreffenden amerikanischen Soldaten bot sich ein Bild des Grauens. Das Gelände war übersät von verbrannten oder halbverbrannten Körpern und den Leichen von Erschossenen. Die Zahl der Opfer ist bis heute ungeklärt. Die Gebeine von 84 Männern wurden später beigesetzt. Mindestens 67 Häftlinge überlebten das Massaker.Am 11. April jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald zum 76. Mal. Leider können die Feierlichkeiten nicht wie gewohnt stattfinden. Ohne Corona würden DIE LINKE und der VVN-BdA wieder zu einer Bildungsfahrt in die Gedenkstätte einladen.
Alternativ laden wir alle ein, die WDR-Doku »KZ Buchenwald. Aushalten. Wir kommen euch zu Hilfe.
Ihr erfahrt darin mehr über Wege und Widerstand der inhaftierten Menschen – ehemalige Häftlinge und amerikanische Soldaten kommen zu Wort. Kameras der US-Army haben Zeugnisse der schrecklichen Nazi-Verbrechen festgehalten.
Am 10. April um 17.00 Uhr können wir per Videokonferenz in Gedankenaustausch über den bewegenden Film treten: https://meet.jit.si/WirkommeneuchzuHilfe. Es ist keine Anmeldung erforderlich.
Gesellschaftliche Missstände müssen immer sachlich und solidarisch angepackt werden. Im Gegensatz dazu stehen Verschwörungstheorien und dumpfes »Schuldige finden«, die den Nährboden schaffen für Hassverbrechen wie in Halle und Hanau.
Bleibt wachsam – gegen jede Menschenfeindlichkeit!