Die Aprilausgabe enthält aus aktuellem Anlass – geschrieben für die „LINKS” verfasst vom Österreicher Prof. Peter Porsch unter dem Titel „Die Iden des März“ einen Aufsatz über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 12. März 1938 mit Bezügen zur Gegenwart. Auch sehr lesenswert der Artikel zur Geschichte des 1. Mai, der ein freier Tag in Deutschland und vielen anderen Ländern ist. Für die einen Abschied von der kalten Jahreszeit mit vielen regionalen Bräuchen, für die anderen ein Kampftag der Arbeiterbewegung, der schon seit dem 19. Jahrhundert genutzt wird um für Arbeiterrechte und gegen Missstände zu demonstrieren. Zu empfehlen ist auch der Bericht über die Enthüllung der Gedenktafel, die an Zwangsarbeit in den den Astra-Werke AG in Chemnitz erinnert.
-
- Aus aktuellem Anlass – nachgelesen in der „LINKS” verfasst vom Österreicher Prof. Peter Porsch „Die Iden des März“
- Der 1. Mai – ein freier Tag in Deutschland und vielen anderen Ländern.
- Astra-Werke AG, Chemnitz, Gedenktafel erinnert an Zwangsarbeit in den Astra-Werke AG
komplette Ausgabe als PDF zum Download
Seite 1 & 4
Seite 2 & 3


Heute vor 73 Jahren, am 8. Mai 1945, verkündeten die alliierten Streitkräfte die bedingungslose Kapitulation des Dritten Reiches und somit das Ende des 2. Weltkrieges in Europa. Dieser Tag ging als Tag der Befreiung in die Geschichte ein. Viele Jahre voller Leid, Tod und Zerstörung fanden ihr Ende. Nazi-Deutschland war endlich besiegt. Der Tag gilt uns als Erinnerung, dass diese Gräuel nie wieder geschehen dürfen. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!





Am 12. April des Jahres 1945 wurde Lindenthal Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Die Truppen der US-Armee hatten bereits Pegau und Weißenfels erreicht, als die Gestapo 52 Häftlinge des Polizeigefängnisses Leipzig nach Lindenthal bringen ließ. Am Exerzierplatz wurden die Opfer durch Genickschuss ermordet und in einem Bombentrichter verscharrt.
Folgt man heute der „Straße der 53″ in Lindenthal, kommt man zum damaligen Ort des Geschehens. Am südwestlichen Rand des Tannenwaldes, in unmittelbarer Nähe zum Bombentrichter, in denen die Opfer gefunden wurden, erinnert seit 1954 eine Gedenkstätte an das Massaker. Drei Stelen tragen die Namen der Ermordeten, in zwei Gemeinschaftsgrabstätten ruhen die 42 ausländischen Opfer.




Otto Heinze hat die Lebensbedingungen russischer Zwangsarbeiter verbessert und hat ein Kind Inhaftierter Genossen bei sich aufgenommen. Heinze wurde am 01.04.1944 verhaftet und wurde am 11.10.1944 vom Volksgerichtshof Dresden zum Tode verurteilt. Die Hinrichtung fand am 17.11. 1944 statt. Er wohnte bis zu seiner Verhaftung in der Marktstraße 5, an dessen Nachbarhaus wir die Gedenktafel anbringen werden.
Der Bund der Antifaschisten e. V. Sitz Leipzig, Mitglied im Landesverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten Sachsen, begrüßt die Entscheidung des Leipziger OBM Burkhard Jung, den ersten antifaschistischen Oberbürgermeister und Gründungsmitglied sowie Zentralvorstand der Verfolgten vom Naziregime (VVN), Dr. Erich Zeigner, nun doch in die neue Galerie im Rathaus aufzunehmen. Gleichzeitig äußert der BdA sein Befremden darüber, dass das Umdenken erst nach den vielen Forderungen aus verschiedenen Bereichen des zivilgesellschaftlichen Lebens erfolgt ist