
Am 25. Februar ist unsere Kameradin Regina Elsner in Hoyerswerda verstorben.
Regina war viele Jahre nicht nur die 1. Sprecherin des Landesverbands VVN-BdA Sachsen sondern auch Bundesschatzmeisterin und langjährige Vorsitzende der VVN-BdA in Hoyerswerda.
Überall war Regina nicht nur eine kompetente und sorgfältige Finanzerin, sondern hat ihre Aufgabe immer als wichtigen Teil zur Absicherung unserer gemeinsamen politischen Arbeit verstanden. Ihr lag nicht nur die „Ost-Perspektive“ sondern auch die Fortführung der antifaschistischen Erinnerungsarbeit in den nächsten Generationen besonders am Herzen.
In Hoyerswerda hat sie unermüdlich daran gearbeitet, den Antifaschismus in der Bildungsarbeit, insbesondere in den Schulen, zu verankern. Mit regelmäßigen Schul-Veranstaltungen, zu denen sie viele unserer Kameradinnen und Kameraden als Zeitzeug*innen einlud, konnte sie mehr als einer Schüler*innen-Generation diese wertvollen Begegnungen bieten. Etliche dieser Veranstaltungen dienten auch der Vorbereitung von Klassenfahrten nach Auschwitz. Das Projekt „Wider das Vergessen“ wird auch in den kommenden Jahren ihr Anliegen weitergeben.
Regina war bis zuletzt Vorsitzende in Hoyerswerda und freute sich, dass einige jüngere Kameradinnen und Kameraden sie bei der praktischen Arbeit unterstützt haben. Sie nahm regen Anteil an der Arbeit der Landesvereinigung Sachsen und blieb im Austausch mit der Bundesvereinigung. Es war ihr wichtig, ihren Teil zum antifaschistischen Kampf beizutragen. Nun entsteht dort, wo sie so lange einen so großen Beitrag geleistet hat, eine große Lücke. Wir behalten Regina dankbar und mit großer Zuneigung in Erinnerung!



13.01.2024 12 Uhr am Ehrenhain auf dem Südfriedhof



Unter dem Stichwort „Alles muss man selber machen“ ist die Initiative auf vielen Ebenen aktiv. Sie forcierte, bisher erfolglos, die Wiederaufnahme der juristischen Verfolgung von bekannten Täter:innen, richtete temporäre Gedenkorte ein und hält Kontakt zu Angehörigen der Ermordeten.
„…abends blieb viel Zeit und bis Kriegsende noch mehr.“
Für Samstag den 29.04 ab 10 Uhr laden wir wieder zur gemeinsamen Arbeit im Ehrenhain auf dem Südfriedhof in Leipzig ein. Unter dem Motto „Wir lassen über Geschichte kein Gras wachsen“ reinigen wir die Grabstätten und Gedenkplaketten für die hier gewürdigten Widerstandskämpfer:innen und Opfer des deutschen Faschismus.
Am 12. April fanden wir uns ab 17 Uhr mit einigen Freund:innen am „Mahnmal der 53“ in Leipzig Lindenthal ein, um den Opfern des hier vor 78 Jahren begangenen Verbrechens zu gedenken.
Am 12. April 1945 fand eines der letzten Verbrechen des Naziregimes im Umland von Leipzig statt. 53 Häftlinge unterschiedlicher politischer Einstellungen und Nationalitäten wurden aus Leipziger Polizeigefängnissen in ein Waldstück nahe der Ortschaft Lindenthal verschleppt und dort durch Gestapo- und SS-Männer hingerichtet. Unter ihnen die beiden namhaften Widerstandskämpfer Alfred Kästner und Paul Küstner. Sie waren zwei von insgesamt zehn deutschen Opfern. Außerdem wurden 24 sowjetische, sieben polnische, sechs tschechische, zwei französische und ein amerikanischer Gefangener umgebracht.