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SUMMARY:ANTIFA-Stammtisch
DESCRIPTION:Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8.März möchten wir uns diesmal inhaltlich mit dem Thema „Frauen im Widerstand“ beschäftigen. Hierfür wird uns zunächst unser Mitglied Irene Berichte aus dem Leben von zwei Frauen im Widerstand vorstellen. Anschließend gibt es Raum für Fragen und gemeinsame Diskussion. Ab ca. 20:00Uhr werden uns zwei Mitglieder vom Roten Stern Leipzig ihr Projekt \,\,Frauen im Widerstand“ (https://rotersternleipzig.de/nie-wieder-am-27-01-gedenken-wir-der-befreiung-des-konzentrationslager-auschwitz-und-der-opfer-des-nationalsozialismus/) vorstellen. \nWir freuen uns über eure zahlreiche Teilnahme!
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SUMMARY:»Arbeit\, Dienst und Führung« am Beispiel des Leipziger Rüstungskonzerns HASAG. Buchvorstellung und Gespräch mit Nikolas Lelle und Martin Clemens Winter
DESCRIPTION:Die Deutschen und ihre Arbeit. Eine lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes. Eine lange Geschichte des Antisemitismus\, die der Nationalsozialismus noch einmal radikalisierte. Deutsch sollte eine Arbeit sein\, die der Volksgemeinschaft diente. Unter Verweis auf »deutsche Arbeit« begründete der Nationalsozialismus nicht nur sein antisemitisches Selbstbild\, sondern auch Praktiken der Verfolgung und Vernichtung. In »Arbeit\, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe« (erschienen im Verbrecher Verlag) rekonstruiert Nikolas Lelle diese Geschichte und analysiert dieses Selbstbild. Das Buch wird in der Abendveranstaltung vorgestellt und mit aktuellen Forschungen zu einem lokalen Beispiel verbunden: Die Leipziger Hugo Schneider AG (HASAG) war einer der größten Rüstungsproduzenten im nationalsozialistischen Deutschland und galt als »NS-Musterbetrieb«. Zugleich wurden in den Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern der Firma zehntausende Menschen aus ganz Europa brutal ausgebeutet und nach »Arbeitsfähigkeit« selektiert. Tausende Jüdinnen und Juden starben in den Lagern der HASAG im von den Deutschen besetzten Polen. Lesung und Diskussion widmen sich diesem Zusammenhang von Inklusion und Exklusion durch »deutsche Arbeit« und der Verbindung von »Betriebsgemeinschaft«\, Zwangsarbeit und Vernichtung im Nationalsozialismus. \nDr. Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Zuvor promovierte er – nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz – an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie.  \nDr. Martin Clemens Winter ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Alfred Landecker Lecturer am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Er forscht derzeit zu »Unternehmenskultur\, Zwangsarbeit und Judenmord beim Leipziger Rüstungskonzern HASAG«. \nEine Veranstaltung der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig in Kooperation mit der Universität Leipzig. Unterstützt von der Alfred Landecker Foundation.
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SUMMARY:NS-Vergleiche in der deutschen Debatte um den Krieg in der Ukraine
DESCRIPTION:Historische Hintergründe\, Funktionen und Motive – eine Online-Veranstaltung der VVN-BdA \nVor einem Jahr griff die Russische Föderation unter Putin die Ukraine an und führt seitdem einen Krieg\, der sich auch gegen die Zivilbevölkerung richtet und bislang Zehntausende Tote und Hunderttausende Verletzte zur Folge hat. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Das sind die offensichtlichsten und schrecklichsten Folgen des Krieges. \n„Rückkehr des Imperialen“\, „Vertrag von Rapallo“\, „Münchner Abkommen“\, „Hitler-Stalin-Pakt“\, „Vernichtungskrieg“\, „Genozid“: In den Reaktionen auf den russischen Angriffskrieg wurden in der medialen Debatte zahlreiche historische Vergleiche und begriffliche Analogien bemüht und Gleichsetzungen vollzogen. Aus welchen Motivationen heraus wird verglichen\, wann wird gleichgesetzt? Wie ist das aus den Perspektiven der Opfer des Faschismus zu bewerten und wo liegen die Gefahren? Und welche Rolle spielen die historischen Bezugnahmen in aktuellen Diskussionen um Aufrüstung und die außenpolitische Ausrichtung Deutschlands? \nWährend die russischen Aggressoren ihren Überfall damit begründeten\, in der Ukraine Nazis zu bekämpfen\, reagierten deren Verteidiger schon bald darauf\, indem sie z. B. Putin mit Hitler gleichsetzten und russische Kriegsverbrechen wie in Butscha als Fortsetzung der deutschen Vernichtungspolitik im Zweiten Weltkrieg bezeichneten. Solche Instrumentalisierungen der NS-Geschichte sind folgenreich für die erinnerungspolitische Landschaft Europas. In vergangenen Veranstaltungen beschäftigten wir uns mit dem Missbrauch der Geschichte zur Kriegslegitimation von russischer Seite sowie mit Erinnerungskulturen in der Ukraine (Audiomitschnitte siehe unten). Unter Berücksichtigung der europäischen und globalen Kontexte\, in denen sie stattfinden\, widmen wir uns nun schwerpunktmäßig den geschichtspolitischen Debatten innerhalb Deutschlands. \nMit verschiedenen Gästen werfen wir in unserer Online-Veranstaltung einen genaueren Blick auf die historischen Hintergründe der NS-Vergleiche und historischen Parallelisierungen und fragen nach ihren Funktionen. Warum ist es problematisch von Vernichtungskrieg zu sprechen? Findet in der Ukraine tatsächlich ein Genozid statt? Und welche (Geschichts-)Politik wird in Deutschland und Europa mit historischen Analogien bis hin zur Gleichsetzung gemacht? \nWann? 27. März 2023 – 19:00 Uhr \nWo? Online über Zoom: https://us06web.zoom.us/j/87819550837?pwd=NFQ3M1Bkb0lJRW8vUHFrdmVzaGN0Zz09 \nMeeting-ID: 878 1955 0837\nKenncode: 859037 \nMit Impulsvorträgen von: \n\nDr. Christoph Dieckmann (Historiker)\n\nChristoph Dieckmann beschäftigt sich als Historiker seit Jahrzehnten mit der NS-Geschichte und insbesondere der deutschen Besatzungspolitik in Osteuropa während des Zweiten Weltkriegs. Für seine Studie „Deutsche Besatzungspolitik in Litauen 1941 – 1944“ wurde er mit dem Yad Vashem International Book Price for Holocaust Research ausgezeichnet. \n\nCharlotte Wiedemann (Journalistin)\n\nCharlotte Wiedemann ist freie Auslandsreporterin und Publizistin. In ihrem zuletzt erschienen Buch „Den Schmerz der anderen begreifen – Holocaust und Weltgedächtnis“ plädiert sie für eine solidarische Erinnerungskultur und reflektiert über mögliche Verknüpfungen verschiedener Perspektiven und Erfahrungen. \n\nProf. Dr. Günter Morsch (Historiker)\n\nGünter Morsch leitete 25 Jahre lang die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen und war bis zu seinem Ruhestand 2018 Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Er lehrt seit 1997 am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaften der Freien Universität Berlin und publiziert zu Themen der NS- und BRD/DDR-Geschichte sowie zur Entwicklung von Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in Deutschland und in Europa. \n\nDr. Hannah Peaceman (Philosophin)\n\nHannah Peaceman ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Geschäftsführerin des Projekts „Wie umgehen mit Rassismus\, Sexismus und Antisemitismus in Werken der klassischen Deutschen Philosophie?“ an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Sie ist Gründerin und Mitherausgeberin der Zeitschrift „Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart“ und publiziert zu jüdischen Gegenwarten\, zum Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus und zu postmigrantischen Erinnerungskulturen.
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