Putzaktion Ehrenhain, Südfriedhof Leipzig

Liebe Freude,

die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Leipzig (VVN-BdA Leipzig) braucht Unterstützung. Neben der Aufklärung über die Verbrechen der Faschisten in Leipzig, Weiterbildung durch Gedenkstättenbesuche und Proteste gegen aktuelle faschistische Aktivitäten kümmern wir uns um die Erhaltung der Gedenkstätten und die Pflege von Grabstätten von Widerstandskämpfern.

Der Leipziger Georg Schumann leistete nach der Machtübernahme der Faschisten illegal Widerstand. Dafür wurde er zu einer Zuchthausstrafe verurteilt und anschließend in „Schutzhaft“ genommen und ins KZ Sachsenhausen gefangen gehalten. Nach seiner Entlassung baute er mit Otto Engert und Kurt Kresse in Leipzig eine der größten Widerstandsgruppen auf. Im Juli 1944 wurden G. Schumann und K. Kresse verhaftet und schwer gefoltert. Georg Schumann, Otto Engert und Kurt Kresse wurden am 11. Januar 1945 in Dresden hingerichtet. Am 12. Januar ermordeten die Faschisten weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe. Die Urnen der Toten wurden nach dem Krieg auf dem Leipziger Südfriedhof beigesetzt.

Wir möchten, dass die Erinnerung an den mutigen Kampf gegen Hetze, Gewalt und Mord in einer barbarischen Zeit erhalten bleibt und allen eine Mahnung ist. Darum „Lassen wir über die Geschichte kein Gras wachsen“ und reinigen die Grabstätten regelmäßig.

Diesmal haben wir vor Unkraut auf der Mittel- und den Seitenachsen zu beseitigen. Wir bitten euch um eure Unterstützung. Am 7. August werden wir deshalb um 17 Uhr auf dem Friedhof eine Putzaktion durchführen. Bringt bitte deshalb kleine Gartengeräte mit wie Fugenkratzer und Gartenscheren.

Mit antifaschistischem Gruß

VVN-BdA Leipzig e. V.

UNTRAGBARE ÄUSSERUNGEN DES AMTIERENDEN GESCHÄFTSFÜHRERS DER STIFTUNG SÄCHSISCHE GEDENKSTÄTTEN MÜSSEN KONSEQUENZEN HABEN

Wir als VVN-BdA Leipzig e. V. und Mitglied der sLAG schließen uns vollumfänglich dem Statement an, und möchten es Euch nicht vorenthalten:

Der Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, Siegfried Reiprich, äußerte sich jüngst auf seinem privaten Twitter-Account zu tagesaktuellen Geschehnissen in einer Weise, die dieses Amtes nicht angemessen ist. In einem Tweet vom 29. Juni 2020 rückte Reiprich die Randale in Stuttgart in die Nähe der antisemitischen Novemberpogrome von 1938, in dem er die Ausschreitungen als „Bundeskristallnacht“ bezeichnete. Am Tag darauf verbreitete er die rassistische Behauptung, dass Weiße in Europa bald einer Minderheit angehören würden. Bereits in der Vergangenheit ist Reiprich mit Tweets ähnlicher Stoßrichtung negativ aufgefallen. Uwe Hirschfeld, Sprecher der sLAG und Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, macht deutlich: „Diese Äußerungen sind untragbar. Der Vergleich der Stuttgarter Ausschreitungen mit den staatlich organisierten und gelenkten Novemberpogromen, bei denen 800 Jüdinnen und Juden starben, 30.000 in Konzentrationslager gesperrt und über 1.400 Synagogen, Wohnungen und jüdischen Friedhöfe zerstört wurden, ist in hohem Maße geschichtsvergessen und relativiert die Verbrechen des NS-Regimes. Als Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten ist es die Aufgabe von Herrn Reiprich, das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus aufrecht zu erhalten. Jemand, der nicht nur mit fragwürdigen Vergleichen argumentiert, sondern durch das Verbreiten rassistischer Versatzstücke von einer künftigen angeblichen „weißen Minderheit“ rechte Diskurse stärkt, ist dieses Amtes nicht würdig.“ Josephine Ulbricht, Sprecherin der sLAG und Mitarbeiterin der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig erklärt dazu: „Die Äußerungen des Geschäftsführers der Stiftung Sächsische Gedenkstätten sind ein Affront gegenüber allen, die sich tagtäglich mit ihrer Arbeit in Gedenkstätten und in der historisch-politischen Bildung – sei es beruflich oder ehrenamtlich – gegen Rassismus, Antisemitismus und für demokratische Werte einsetzen. Er beschädigt damit das Ansehen der Stiftung und der Gedenkstätten in Sachsen. Den Opfern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und ihren Nachfahren, die uns in unseren Einrichtungen besuchen, sind solche beschämenden Aussagen nicht zu vermitteln.“ Angesichts wiederholter Entgleisungen fordern die sLAG, das FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften,der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland sowie die AG der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland die Gremien der Stiftung Sächsische Gedenkstätten sowie die politisch zuständigen Entscheidungsträger*innen zu einer erklärenden Stellungnahme und zu personellen Konsequenzen auf.

Daniela Schmohl, Josephine Ulbricht, Uwe Hirschfeld
Sprecher*innen
sLAG – sächsische Landesarbeitsgemeinschaft Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus

Dr. Rainer Stommer, Dr. Harald Schmid, Kirsten John-Stucke, Andreas Ehresmann
Sprecher*innen
FORUM der Landesarbeitsgemeinschaften, der Gedenkstätten, Erinnerungsorte und -initiativen in Deutschland

Dr. Jens-Christian Wagner
Sprecher
AG der KZ-Gedenkstätten in der Bundesrepublik Deutschland

In tiefer Trauer nehmen auch wir Abschied

Ehrenvorsitzender der VVN-BdA Heinrich Fink im Alter von 85 Jahren verstorben

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von unserem Ehrenvorsitzenden Heinrich Fink.

Er wirkte von November 2003 bis Mai 2014 als Vorsitzender der aus West und Ost zusammengeschlossenen antifaschistischen Verbände – und war auf beiden Seiten hoch geschätzt.

Heinrich Fink vereinigt in seiner persönlichen und beruflichen Biographie zentrale Zäsuren der deutschen Geschichte. Geboren 1935 in einer deutschen Siedlung in der Sowjetunion wurde seine Familie von den Nazis „heim ins Reich“ geholt und zuerst im okkupierten Polen angesiedelt, das Kriegsende erlebte er in Brandenburg. Als Kind einer Bauernfamilie nutzte er die Möglichkeiten, die die DDR bot, und studierte von 1954 bis 1960 Theologie an der Humboldt-Universität (HUB). Im Blick auf die „Frontstadt Berlin“ entschied er sich bewusst für die DDR.

Er promovierte 1966 und habilitierte sich 1978 an der HUB mit dem ausgewiesen, antifaschistischen Thema „Karl Barth und die Bewegung Freies Deutschland in der Schweiz“, was nicht bei allen professoralen Kollegen gut ankam. Er war jedoch in der Lage, in beharrlichen Gesprächen und überzeugender Offenheit seine Kritiker zu gewinnen. So wurde er 1980 zum Dekan der Theologischen Fakultät gewählt. Gleichzeitig mit seiner Ernennung zum Professor für Praktische Theologie wurde er auch Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg. In beiden Funktionen hatte er vielfältige Kontakte ins Ausland, wobei er die DDR stets als seinen Staat ansah ohne Mitglied der SED oder einer anderen Blockpartei zu sein.

Das politische Ende der DDR im Herbst 1989 begleitete er als Engagierter, der für eine bessere DDR stritt. Bei einem Einsatz der Volkspolizei gegen Demonstranten vor der Berliner Gethsemane-Kirche wurde er im Oktober 1989 verletzt, im Dezember 1989 leitete er den „Runden Tisch“ an der Humboldt-Universität. Im April 1990 wurde er in freier Wahl mit 341 zu 79 Stimmen zum Rektor der HU gewählt.

Eine solche Richtungsentscheidung widersprach den Vorstellungen der „Abwickler der DDR“. Mit dem Vorwurf, inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Staatssicherheit gewesen zu sein, wurde Fink 1991 fristlos entlassen. Obwohl weder die Gauck-Behörde, noch die im Prozess angerufenen Instanzen gerichtsfeste Beweise vorlegen konnten, kämpfte Heinrich Fink sieben Jahre lang vergebens gegen diese Verleumdungen. Noch 2013 wurde sie im bayerischen Verfassungsschutzbericht wiederholt, wogegen Hinrich Fink ebenfalls klagte.

Allen Anfeindungen und Hasskampagnen zum Trotz blieb er gesellschaftlich engagiert. Von 1998 bis 2001 wurde er als parteiloser Direktkandidat für die PDS in den Bundestag gewählt, wo er vor allem die Interessen der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger, die antifaschistische Kultur, die Gedenkarbeit und die Freiheit der Wissenschaft thematisierte.

Ab 2003 lag sein Schwerpunkt auf seiner Arbeit als Bundesvorsitzender der VVN-BdA. Es war für ihn selbstverständlich, dass die unterschiedlichen biographischen Perspektiven und politischen Zugänge zur antifaschistischen Arbeit in unserer Tätigkeit angemessen berücksichtigt werden müssen. Zugleich eröffnete er uns durch seine vielfältigen gesellschaftlichen Kontakte neue Wirkungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus setzte sich für weitere humanistische und antirassistische Themen und Projekte ein. Für dieses Engagement erhielt er im Dezember 2013 den „Menschenrechtspreis“ der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V.“

Mit dem Tod von Prof. Dr. Heinrich Fink verliert die VVN-BdA eine der Persönlichkeiten, die die antifaschistische Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten mit prägten.

Bundessprecherkreis der VVN-BdA

 Literarischer Übersetzungswettbewerb “Erinnerung an die Leningrader Blockade”

🎯 Literarischer Übersetzungswettbewerb “Erinnerung an die Blockade”

Am 16. Mai 2020 wäre die sowjetische Dichterin Olga Bergholz, die “Muse des belagerten Leningrad”, 110 Jahre alt geworden. In der Blockadezeit arbeitete Bergholz beim Leningrader Rundfunk. Ihre Gedichte und ihre Stimme gaben den Bewohnern der belagerten Stadt Kraft und die Hoffnung auf einen baldigen Sieg.

Anlässlich dieses wichtigen Datums ruft das Projektteam der Humanitären Geste den literarischen Übersetzungswettbewerb “Erinnerung an die Blockade” ins Leben. Wir rufen alle Interessierten dazu auf, eines der folgenden Gedichte ins Deutsche zu übersetzen:

1) “Die Blockadeschwalbe” von O. Bergholz
2) “Alles wird” von J. Wetschtomowa
3) “Den Leningrader Kindern” von K. Tschukowski

❗️Den vollständigen Text der Gedichte findet ihr in den Wettbewerbsbestimmungen auf https://drb-ja.com/wp-content/uploads/2020/04/bestimmungen-zum-übersetzungswettbewerb-erinnerung-an-die-blockade.pdf.

✉️ Schickt eure fertigen Übersetzungen als PDF-Datei an ekultur@drb-ja.com.

🎁 Die besten Übersetzer*innen werden mit Preisen belohnt, ihre Arbeiten werden auf unserer Projektwebsite https://drb-ja.com/ und in unseren sozialen Netzwerken veröffentlicht. Zusätzlich erhalten Gewinner*innen aus Deutschland die Möglichkeit, an einem Programm der #humgeste in Sankt Petersburg teilzunehmen (vorbehaltlich einer Stabilisierung der Corona-Krise).

📆 Einsendeschluss ist der 28. Mai 2020.

☝️ Weitere Infos findet ihr auf https://drb-ja.com/literarischer-uebersetzungswettbewerb-erinnerung-an-die-blockade/.

75. Jahrestag der Befreiung – Virtuelles Gedenken

Zum 75. Jahrestag der Befreiung wurde an vielerlei Orten gedacht – Wer nicht feiert, hat schon verloren! Niemals Vergeben! Niemals Vergessen! #8Mai #8Mai1945 #8Mai2020 #8mai45 #befreiung75 #Befreiung #Leipzig #NieWieder #vvnbda ‬

Mehr dazu auf unserem Instagram Channel

75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

Wer nicht feiert, hat schon verloren! Dank den alliierten SoldatInnen! #8Mai muss Feiertag werden! Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Niemals Vergeben, niemals Vergessen! ‬

‪Der Kampf geht weiter – Tod dem Faschismus! #Befreiung #8Mai1945 #NieWieder #vvnbda ‬

 

75. Jahrestag der Befreiung VVN-BdA Leipzig gedenkt mit verschiedenen Aktionen

Am morgigen 8. Mai jährt sich die Befreiung Deutschlands zum 75. Mal. Für die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA Leipzig) ein Grund zum Feiern und Gedenken. Zeitzeugengespräche, Ausstellung, gemeinsames Gedenken und Open-Air-Party am Abend müssen aufgrund der Kontakteinschränkungen leider verschoben werden. Aber wir werden diesen Tag dennoch begehen.

Zum Beispiel mit dezentralen Aktionen: An rund 60 Gedenkstätten in Leipzig und der näheren Umgebung – darunter Stolpersteine, Gedenktafeln und Mahnmale – legten unsere Mitglieder in den vergangenen Tagen Blumen nieder und gedachten so der Opfer des Faschismus im kleinen Rahmen. Manch ein unscheinbarer Gedenkort konnte auf diese Weise dem Anlass entsprechend aus der Vergessenheit geholt werden und die Vorbeieilenden oder -spazierenden zum Nachdenken anregen. Denn auch 75 Jahre nach Ende des Krieges bleibt das Erinnern an jene Zeit eine wichtige Aufgabe.

Statt der großen Open-Air-Party, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Vereinen stattfinden sollte, wird es am Abend, ab 18 Uhr zumindest eine kleine Kundgebung auf der West-Seite der Sachsenbrücke geben. Zugelassen sind 50 Teilnehmer*innen. Wir freuen uns auf Redebeiträge von den beiden Landtagsabgeorneten der LINKEN Franz Sodann und Marco Böhme, Anja Kruse von der Gedenkstätte für Zwangsarbeit, Henry Lewkowitz vom Erich-Zeigner-Haus e.V. sowie Daniela Schmohl aus unseren eigenen Reihen. Die Veranstaltung wird etwa eine Stunde dauern.

Gedenken 8. Mai in Leipzig

Liebe Freunde,

erst einmal wünsche ich euch einen guten Rutsch in den Mai und einen schönen 1. Mai, auch wenn durch Corona die meisten Kundgebungen virtuell im Netz stattfinden werden. Dies wird höchstwahrscheinlich auch das Gedenken rund am den 8. Mai betreffen.

Daher möchten wir euch auf dem Laufenden halten, was jetzt rund um den 75. Jahrestag der Befreiung von uns zusammen mit anderen geplant ist: Da wahrscheinlich aufgrund der aktuellen Corona-Bestimmungen größere Menschenansammlungen nicht möglich sein werden, möchten wir euch bitten dezentral zu gedenken. Daher haben wir für euch ein Doodle gemacht, wo sich jeder eintragen kann, damit auch keine Gedenkstätte vergessen wird:

https://doodle.com/poll/asy3q8ef9rxzpddq

Für eine optimale Koordination wäre es gut, wenn ihr euch in die Liste eintragt. Wir würden uns freuen, wenn ihr von eurer Aktion ein Foto macht und per Mail (info@vvn-bda-leipzig.de) an uns schickt!

 

Ab 18.00 Uhr ist eine Kundgebung an der Sachsenbrücke geplant zusammen mit dem Linxxnet, Interim und anderen Initiativen rund um den 8. Mai. Wir würden uns freuen, wenn ihr trotz offiziell, beauflagter, begrenzter Teilnehmerzahl unter Beachtung der aktuellen Hygienevorschriften vor Ort wärt, um mit uns zu gedenken. Nähere Infos werden dazu die Tage noch folgen.

 

Desweiteren ruft das Erich-Zeigner-Haus im Rahmen des 8. Mai Gedenkens zum Stolpersteinputzen auf:

STOLPERSTEINE PUTZEN ZUM „TAG DER BEFREIUNG“ – 75. JAHRESTAG DER BEFREIUNG

Gemeinsam mit dem Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ möchten wir anlässlich des diesjährigen Tages der Befreiung am 08. Mai zu einer dezentralen Stolperstein-Putzaktion aufrufen.

Durch das Putzen der Stolpersteine in ganz Leipzig wollen wir an all jene erinnern, die im Nationalsozialismus ums Leben gekommen sind, verfolgt oder vertrieben wurden. Das Putzen der Steine steht dabei sinnbildlich für das Erinnern an die individuellen Schicksale aller Opfer und soll uns nicht nur erneut ins Gedächtnis rufen, wohin Menschenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz führen können, sondern uns gleichermaßen mahnen, an demokratischen Werten festzuhalten und für Weltoffenheit, Toleranz und Zivilcourage einzustehen.

Auch oder auch gerade in der aktuell schwierigen Zeit, wollen wir uns daran erinnern, dass wir miteinander solidarisch sein müssen. Unsere Aktion findet daher dezentral statt und ist somit auch mit dem Infektionsschutz vereinbar, um für den Schutz aller zu sorgen.

Alle, die sich am Putzen der Stolpersteine beteiligen möchten, sind herzlich dazu eingeladen, sich auf unserer Homepage über die Verlegeorte der Leipziger Stolpersteine zu informieren und sich einen Gedenkstein zum Putzen auszusuchen. Auf der gleichen Seite findet sich auch eine Anleitung zum Putzen der Steine.

Zusammen mit dem Aktionsnetzwerk wollen wir das dezentrale Putzen an diesem Tag um 16 Uhr stellvertretend am Stolperstein von Kurt Günther in der Kurt-Günther-Straße 12 beginnen. Da die Aktion dezentral stattfindet, kann das Putzen aller anderen Steine soll jedoch ganztägig stattfinden und kann daher auch schon vorher erfolgen.

75 Jahre nach der Befreiung ist es an der Zeit, dass der 8. Mai ein bundesweiter regulärer Feiertag wird. Nur wenn wir uns mit unserer Vergangenheit auseinandersetzen und diese aufarbeiten, können wir Veränderungen bewirken, unsere geschichtliche Verantwortung übernehmen und daran erinnern, dass Hass und Ausgrenzung keine Platz in unserer Gesellschaft haben dürfen.

Wir freuen uns über alle, die an dieser Aktion teilnehmen und gemeinsam mit uns an den unterschiedlichsten Stellen in Leipzig erinnern wollen.

Antifaschistische Grüße

Eure VVN-BdA Leipzig e. V.